Asbest-Test von Schnüren
- Verwendung, Produkte: hitzebeständige Dichtung in Kaminklappen und Revisionsklappen oder als Auflagedichtung, Emissionsschutz
- Asbestart(en): Chrysotil, Krokydolith; Asbestgehalt: in der Regel bis zu 100 % einer Asbestsorte
Sie reparieren eine alte Anlage, einen Kaminabzug oder Ofen? Dann könnten Sie mit Asbestschnur in Kontakt kommen. Durch den hohen Asbestgehalt ist das Material extrem hitzebeständig und wurde daher oft verbaut. Leider sind die gefährlichen Asbestfasern in diesen Dichtschnüren nur schwach gebunden, besonders wenn das Material nach langer Nutzung spröde geworden ist. Schutz ist hier besonders wichtig.
Wenn Sie sicher sein möchten, ob das von Ihnen bearbeitete Material Asbest enthält, hilft unser Test weiter.
Unsere Leistungen für Sie
- Test auf Asbest im eigenen, akkreditierten Prüflabor durch qualifizierte Wissenschaftler
- schnelle Bearbeitungszeit, ca. 4-6 Tage nach Probeneingang
- gerichtsfester Asbest-Test
- regelmäßige Teilnahme an Ringversuchen zur Asbest-Analyse
Kosten für den Asbest-Test von Schnüren
Untersuchung als Materialprobe gem. Richtlinie VDI 3866, Bl. 5 für 62,00 € netto (73,78 € brutto).
Häufig gestellte Fragen zu Asbest-Schnüren
Was ist Asbest-Schnur?
Asbest-Schnüre werden in der Regel als Dichtungen genutzt, um das Entweichen von Hitze zu unterbinden. Es gibt sie in verschiedensten Dicken und Ausführungen. Sie sind sehr flexibel und können damit optimal in Ecken und Rundungen eingepasst werden.
Asbest-Schnur wurde bis etwa 1990 genutzt, da das Material Asbest kurz darauf im Jahr 1993 verboten wurde.
Wo wird Asbestschnur verwendet?
Asbestschnüre sind hitzebeständig und feuerfest. Darum findet man sie v.a.
- in Öfen, an Ofentüren oder Ofenklappen,
- an Kaminen oder evtl. darin verbauten Klappen,
- an Kaminrohren
- oder sogar Auspuffrohren.
Ist Asbest-Schnur gefährlich?
Asbest-Schnüre gehören zu den sog. schwach gebundenen Asbestprodukten. Die Asbestfasern lösen sich leicht: Kleine Schäden, Schürfungen oder Erschütterungen genügen, um Millionen von Asbestfasern aus dem Material zu lösen. Die scharfkantigen Fasern sind für das Auge nicht sichtbar, werden leicht eingeatmet oder geschluckt und können vom Körper nicht abgebaut werden. Lagern sie sich in Lunge, Magen oder Darm ab, können sie noch viele Jahre später Erkrankungen hervorrufen. Die Asbestose ist die bekannteste dieser Krankheiten, aber auch Krebs an Magen oder Darm werden mit Asbest in Verbindung gebracht. Sie sollten das Gesundheitsrisiko durch Asbestschnüre also ernst nehmen.
Wie entsorgt man Asbest-Schnur?
Auch für die Entsorgung von Asbest-Schnur gelten die gesetzlichen Vorschriften der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die Technische Regel für Gefahrstoffe 519 für den Umgang mit Asbest (TRGS 519).
- Bei den Abbauarbeiten ist Schutzkleidung zu tragen: Schutzanzug, Atemschutz, Handschuhe, Brille und Arbeitsschuhe.
- Staubentwicklung muss unbedingt verhindert werden. Darum muss das Produkt mit einem Bindemittel befeuchtet werden.
- Asbest-Produkte müssen staubdicht in sog. Big-Bags oder reißfesten Spezialfolien verpackt sein, bevor sie transportiert werden. Es gibt auch Container, die sicher verschlossen werden können.
- Asbestprodukte dürfen auf keinen Fall im Hausmüll oder als Sperrmüll entsorgt werden, sie sind Sondermüll. Fachfirmen wissen, bei welchen Deponien dies möglich ist.
- Achtung: Sogar für den Transport von verpackten Asbestprodukten gelten Sonderregelungen: Transportgenehmigung, Entsorgungsnachweis und Abfallbegleitschein sind erforderlich. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht als gefährlicher Sondermüll.
Sie sollten also ein nach TRGS 519 zertifiziertes Fachunternehmen mit der Entsorgung beauftragen.
Woran erkenne ich Asbest-Schnur?
Asbestschnur ist optisch nicht von anderen Dichtschnüren zu unterscheiden. Darum ist das Baujahr bzw. Sanierungsjahr der einzige Anhaltspunkt, den Sie nutzen können. Asbest wurde 1993 verboten, die Asbestprodukte wurden zu dieser Zeit vom Markt genommen. Bei allen Immobilien, Öfen, Kaminen oder sogar Elektrogeräten, die vorher gebaut wurden, sollten Sie vorsichtshalber Asbest in den Bauteilen annehmen.
Hier können moderne Testverfahren helfen, die Gefahr besser einzuordnen. Denn diese Testverfahren sind auch für Heimanwender entwickelt worden und können mit wenig Aufwand für Klarheit sorgen.
Identifizierung von Asbest in Schnur über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren
Identifizierung von Asbest in Schnur über rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen und energiedispersive Elementspektren
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Chrysotil - Asbest
Energiedispersives Elementspektrum von Chrysotil - Asbest
Frau Dr. Benner bei der Untersuchung von Asbestproben am Rasterelektronenmikroskop